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Höhenreizhusten (FA 01.2009) 18.07.2009 16:12
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Ich habe die Hoffnung, dass Sie mir bezüglich eines gesundheitlichen Problems weiterhelfen können, dass ich beim Bergsteigen in grösseren Höhen erfahre.
Es handelt sich um einen trockenen Reizhusten, der bei mir stets bei sportlicher Betätigung in kalter und trockener Luft auftritt. Erstes Symptom sind leichte Schmerzen in der Lunge bei tiefem Einatmen, der Husten beginnt, sobald ich die körperliche Belastung reduziere.
Ist dieses Problem einmal aufgetreten, hält es über mehrere Tage an, wobei ich in Ruhe nur gelegentlichen Hustenreiz verspüre, dieser sich bei Anstrengung jedoch sofort wieder verstärkt. Der Husten ist nicht von anderen Erkältungssymptomen begleitet. Die Hustenanfälle sind so häufig und intensiv, dass sie meine Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Das Problem tritt auch bei exzellenter Akklimatisation auf. Mich würde interessieren, ob es sich bei diesem "Höhenhusten" um ein bekanntes Problem handelt, und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen, insbesondere auch wie verträglich diese bei Aufenthalten in grossen Höhen (Hochalpen, Anden) sind. Gegebenenfalls wäre ich Ihnen auch verbunden, wenn Sie mich zur Untersuchung an einen Spezialisten verweisen könnten.
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Aw: Höhenreizhusten (FA 01.2009) 18.07.2009 16:15
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Sie beschreiben Schmerzen beim Atmen und Reizhusten in der Höhe. Eigentlich bräuchte man noch weitere Angaben, um konkret etwas hierzu sagen zu können, z.B. wie hoch in den Bergen Sie jeweils sind.
Natürlich könnte es sich um ein HAPE (Höhenlungenödem) handeln. Die Behandlung hierfür wäre eigentlich der Abstieg, oder, falls dies nicht möglich ist, eine medikamentöse Behandlung mit Blutdrucksenkern im Lungenkreislauf. Alle Angaben hierfür finden Sie in unserem öffentlich zugänglichen Journalarchiv.
Haben Sie schon einen Pulmologen (Lungenarzt) aufgesucht? Wenn der Husten über mehrere Tage auftritt, könnte man auf einem Lungenröntgen ja ggf. etwas sehen. Wurde eine solche Untersuchung schon durchgeführt und hat man Ihnen schon einmal die Entzündungswerte im Blut untersucht, wenn die Problematik bestanden hat? Dies könnte sehr hilfreich sein. Vielleicht schicken Sie uns noch ein paar Angaben der bisherigen Untersuchungen, damit wir uns ein medizinisches Bild machen können.
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Aw: Höhenreizhusten (FA 01.2009) 18.07.2009 16:19
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Ich gehe davon aus, dass es sich bei mir nicht um ein Höhenlungenödem handelt, da der Husten auch bei exzellenter Akklimatisation bzw. teilweise auch in moderaten Höhen auftritt. Vielleicht gebe ich am besten einige Beispiele, wann dieser Husten aufgetreten ist.
- Bei Skitouren schon ab niedrigen Höhen wie 2000m, insbesondere bei Kälte.
-Im letzten Sommer während einer 3-wöchigen Perureise. Davor hatte ich mich über mehrere Wochenenden in den Alpen auf verschiedenen Viertausendern akklimatisiert, u.a. auch mit einer Übernachtung auf der Signalkuppe, hier hatte ich keine Probleme. In Peru habe ich zuerst 10 Tage Trekking mit Maximalhöhen bis 5000m und Schlafhöhen deutlich über 4000m gemacht. Es sind in der ersten Woche keinerlei Probleme aufgetreten, auch keine Kopfschmerzen, keine verringerte Leistungsfähigkeit, keine Appetitlosigkeit.
Am achten Tag fing der Husten bei einem Aufstieg zu einem Pass an und blieb mir dann für den Rest des Urlaubs erhalten. Der Husten liess sich mit Codein etwas unterdrücken, was sicher in der Höhe nicht empfehlenswert ist.
Vor einigen Jahren in Ecuador ist der Husten nach 6 Wochen Trekking in Höhen bis knapp 5000m aufgetreten, bei der Besteigung des Cotopaxi, auf ca. 5400m.
Auf Hochtouren im Berner Oberland, auch hier war ich schon einige Tage in der Höhe unterwegs als der Husten einsetzte.
Ich habe wegen dieser Angelegenheit bisher keinen Pulmologen aufgesucht, daher kann ich Ihnen die angefragten Untersuchungsergebnisse leider nicht zur Verfügung stellen.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich im Alter von 11 Jahren eine Lungenentzündung hatte, die ambulant mit Antibiotika behandelt wurde. Könnte es sich bei dem Husten um eine Spätfolge handeln?
Mein Vater, sportlich und sehr fit, hatte auch schon ähnliche Probleme.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir Tipps geben könnten, wie ich diesen Husten vermeiden oder behandeln kann.
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